Erfolgsgeschichte mit Zukunft: 20 Jahre EgroNet 

Die vier Grenzgebiete der Euregio Egrensis von Sachsen, Böhmen, Thüringen und Bayern sind seit 20 Jahren durch das EgroNet einfach und kostengünstig miteinander verkoppelt. Der erste Zug war am 28. Mai 2000 über die Behelfsbrücke von Klingenthal nach Graslitz (Tschechien) gerollt. Dieses denkwürdigen Tages erinnerte man am 14. Oktober 2020 zur Geburtstagskonferenz und 17. EgroNet-Mitgliederversammlung. Coronabedingt pendelte die Zusammenkunft teilweise online gleichermaßen über sämtliche Grenzen hinweg. Die beteiligten Verkehrsunternehmen und 15 Kooperationspartner zogen zufrieden Bilanz:

Das regionenübergreifende Nahverkehrssystem bietet Reisenden heute 464 regionale Buslinien, 187 Stadtbuslinien und Straßenbahnen sowie 42 Eisenbahnstrecken. EgroNet bedient 7.334 Haltestellen und jeder Fahrgast kann im EgroNet-Gebiet zwischen Bahn, Bus und Straßenbahn beliebig umsteigen. Allein im 20sten Jahr des Bestehens haben 52.840 Nutzer ein EgroNet-Ticket in einer der über 120 Agenturen gekauft. Mit dem Verknüpfen öffentlichen Nahverkehrs und Tourismus fördert das EgroNet das Zusammenwachsen im Vierländereck Euregio Egrensis.

Landrat Rolf Keil brachte es in seiner Rolle als EgroNet-Vorsitzender auf den Punkt: „Wenn Menschen aus verschiedenen Regionen verschiedene Sprachen sprechen und sich dennoch gut verstehen, dann sind 20 Jahre eine große Leistung! Das EgroNet ist erwachsen und kräftig geworden. Ich finde, das ist ein Grund zur Freude und es gilt der Dank all jenen Visionären, die an solch ein großes Projekt geglaubt haben und es auf den Weg brachten.“

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Bild: Vom Konferenzraum des Verkehrsverbundes Vogtland schickten die EgroNet-Verantwortlichen Rolf Keil (5. von rechts) und Michael Barth (links) zusammen mit einigen Mitstreitern herzliche Grüße aus Auerbach nach Tschechien. Foto: Verkehrsverbund Vogtland

Umwelt-Vernetzungstreff deutsch-tschechisch! Unter dem Motto ‚Die Zukunft ist jetzt! Gemeinsam nachhaltig handeln.‘ lädt der Deutsch-tschechische Zukunftsfonds zu einem deutsch-tschechischen Vernetzungstreffen ein. Hintergrund: Viren kommen und gehen (und kehren manchmal auch zurück), aber der Planet, auf dem wir leben, ist immer derselbe. Fragestellungen rund um den Erhalt und Schutz unserer Natur, zum Klimawandel, aber auch zu einem nachhaltigen Lebensstil nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. 


Wann und wo?

11. - 12. September 2020 in Prag

Zielgruppe? 
Vertreter von Fachorganisationen, die sich mit Ökologie, Klimaschutz, Umweltbildung oder einem nachhaltigen Lebensstil beschäftigen.
Der Schwerpunkt Ihrer Arbeit liegt in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit und Sie würden gern ein deutsch-tschechisches Projekt zu den genannten Themen auf die Beine stellen? Ihnen fehlen dazu noch die entsprechenden Kontakte im Nachbarland oder ein tschechischer Projektpartner?


Gegenstand
Zum Vernetzungstreffen werden Sie nicht nur die Möglichkeit haben, potenzielle Projektpartner aus dem Nachbarland kennen zu lernen, sondern auch konkrete Einfälle zu diskutieren und zu erfahren, wie der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds Ihre Vorhaben finanziell unterstützen kann. Nach Absprache gibt es auch die Möglichkeit, die Tätigkeiten Ihrer Organisation auf dem zeitgleich stattfindenden United Island Festival zu präsentieren.


Anmeldung
... über dieses Formular bis zum 3. August 2020.
Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir werden die Teilnehmer daher bei großem Interesse auswählen müssen.
Eine Rückmeldung erhalten Sie bis zum 13.08.2020 von uns. Den ausgewählten Teilnehmern bezuschussen wir die Fahrt- und Übernachtungskosten.

Die Veranstaltung wird gedolmetscht.


Kontakt

Anne Liebscher (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Jacob Venuß (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Und weil Viren auch wieder zurückkehren können, verfolgen wir die Entwicklung der aktuellen Situation ständig mit, um ggf. kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren.

 

Was heute selbstverständlich ist, war vor 30 Jahren noch unvorstellbar:

Offene Grenzen zwischen Ost- und Westeuropa. Wo heute das Herz Europas liegt, zerschnitt damals der Eiserne Vorhang jeglichen Kontakt. Über das Leben mit und neben der Grenze erzählt die virtuelle Ausstellung "Wir sind wieder Nachbarn! – Erinnerungen an 30 Jahre Grenzöffnung", die auf www.bbkult.net präsentiert wird. Das Herz der Ausstellung bilden 13 Videoberichte deutscher und tschechischer Zeitzeugen, die darüber sprechen, wie das Leben vor und nach der Grenzöffnung war. Quelle: DTPA

Mitgliedertreff der EUREGIO EGRENSIS

Allen coronabedingten Einschränkungen zum Trotz fand am 9. Juni 2020 im Syrauer Pfarrgarten die diesjährige Mitgliederversammlung der EUREGIO EGRENSIS statt. Hatte die euregionale Arbeit in den zurückliegenden Wochen der Pandemie empfindliche Abstriche machen müssen, waren nun zahlreiche Mitglieder der Einladung in die 'Arche', die Veranstaltungsscheune der Kirchgemeinde, gefolgt. In entspannter Atmosphäre berichteten der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen, Landrat Rolf Keil, sowie Geschäftsführer Steffen Schönicke über die Aktivitäten der EUREGIO EGRENSIS im vergangenen Jahr und gaben einen Einblick in künftig geplante Projekte und Vorhaben. Besondere Gäste der Zusammenkunft waren der Gemeinsame Präsident der EUREGIO EGRENSIS, Patrik Pizinger, aus der Tschechischen Republik und die Präsidentin der bayerischen Arbeitsgemeinschaft, Dr. Birgit Seelbinder, nebst Geschäftsführer der bayerischen Seite, Harald Ehm.

Mehrsprachig aufwachsen im Kitaalltag
Sächsisch-tschechischer Fach- und Praxistag weist den Weg

 

Mehrsprachig aufwachsen im Kitaalltag. Darum dreht es sich beim Sächsisch-tschechischen Fach- und Praxistag im Oktober in Dresden. Wie lässt sich mehrsprachiges Aufwachsen im Kita-Alltag unterstützen? Dieser Frage widmet sich das Forum im Rahmen der diesjährigen Tschechisch-Deutschen Kulturtage (www.tdkt.info) im Oktober in Dresden. Unter dem Motto ‚UNSERE NACHBARN UNTER UNS‘ sind sächsische und tschechische Akteure aus der Vorschulbildung eingeladen, besonders Kitafachkräfte und Kita-Träger, deutsche / tschechische / polnische Muttersprachler/innen, die in Kitas im jeweiligen Nachbarland arbeiten sowie alle am Thema Interessierten.


Was steckt dahinter?

Kinder von klein auf an Sprache und Kultur des Nachbarlandes heranzuführen, hierfür bietet der sächsisch-tschechische Grenzraum einige Möglichkeiten. Zahlreiche Kitas engagieren sich bereits in diesem Bereich. Wenn Muttersprachlerinnen aus dem Nachbarland den Kitaalltag z.B. kontinuierlich in der Nachbarsprache begleiten, kann die natürlich-kindliche Neugier am Erforschen und Entdecken spielerischer Lerninhalte (in der Fremdsprache vermittelt) ein mehrsprachiges Aufwachsen auf lange Sicht fördern.

Was bietet der Fachtag?

Neben Impulsbeiträgen aus Wissenschaft und Kita-Praxis stehen Anregungen für die pädagogische Arbeit im Mittelpunkt. Eine Begleitausstellung mit zweisprachigen Materialien für Kitas rundet den Tag ab.

Es laden ein:

Sächsische Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung
Euroregion Elbe/Labe
Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung


Ort
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung in Dresden (https://www.slpb.de/landeszentrale)
Termin
7. Oktober 2020, 10 - 16 Uhr

Anmeldeschluss
10. September 2020

Infos & Anmeldung