Europa im Dialog
Erfolgreicher Abschluss der Veranstaltungsreihe "Europa Caricade" im Malzhaus
Vom 11. bis zum 26. Februar 2026 war die Galerie Malzhaus in Plauen Schauplatz der Ausstellung „Europa Caricade“ und begleitender Veranstaltungsreihe mit europäischer Thematik. In Kooperation mit der Stadt Aš wurde eine Ausstellung europäischer Karikaturen präsentiert, die durch ein gemeinsames Programm für Jugendliche aus Deutschland und Tschechien ergänzt wurde. EUROPE DIRECT Vogtland und Eurocentrum Karlovy Vary unterstützten das Projekt inhaltlich und begleiteten die Ausstellung mit eigenen Bildungs- und Diskussionsangeboten.
Schülerworkshops und grenzüberschreitender Austausch
Die aktive Einbindung von Schulklassen bildete einen zentralen Baustein der Veranstaltung. Bereits zur Eröffnung am 11. Februar reisten 48 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Aš an, um an Ausstellungsführungen und thematischen Workshops teilzunehmen. Sie wurden vom Kulturbürgermeister der Stadt Plauen und Vizebürgermeister der Stadt Asch begrüßt. Am 24. Februar besuchten zudem rund 57 Jugendliche der Friedensschule und der Adolph-Kolping-Schule Plauen die Galerie. Sie erarbeiteten sich die Ausstellungsinhalte über Arbeitsblätter und vertieften ihr Wissen zur Europäischen Union anschließend in interaktiven Team-Quiz-Spielen.
Filmvorführung und Pubquiz
Neben den Schülerworkshops organisierte EUROPE DIRECT Vogtland weitere Begleitformate für die Öffentlichkeit und junge Erwachsene. Beim Kinoabend am 19.2. wurde der Film des polnischen Regisseurs Stanislav Mucha „Die Mitte“ gezeigt. Der Film thematisierte die Suche nach dem geografischen und symbolischen Mittelpunkt Europas. Daran schloss sich eine offene Diskussion über europäische Identität und die regionale Entwicklung seit dem EU-Beitritt der Oststaaten an.
Unter dem Motte „Europa Special“ fand am 20.2. ein thematisches Quiz für die breite Öffentlichkeit statt. Rund 125 Teilnehmende stellten ihr Wissen zu europäischen Themen unter Beweis. EUROPE DIRECT Vogtland unterstützte das Format von „KleinStadtFein Plauen“ organisatorisch sowie finanziell und stellte Preise für die besten drei Teams zur Verfügung.
Podiumsdiskussion „Europa im Dialog“
Den Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete eine grenzüberschreitende Diskussionsrunde mit tschechischen und deutschen Jugendlichen sowie Politikern. Landrat Thomas Hennig und Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner stellten sich den Fragen der Schülervertreter Herrn Fabrice Riley Franke vom Kreisschülerrat Vogtland und Antonín Tran vom tschechischen Jugendparlament. Auch Studierende der Dualen Hochschule Sachsen folgten der Einladung und durch das offene Format konnten sie sich spontan in die Debatte einbringen und die Perspektive der jungen Generation auf Themen wie Mobilität, Bildung und Zusammenarbeit in Europa verdeutlichen. Frau Holečková, Leiterin des Jugendzentrums in Aš bereicherte die Diskussion um konkrete Beispiele aus dem Alltag.
Der Plauener Oberbürgermeister Steffen Zenner ermutigte die jungen Menschen sich aktiv in die öffentliche Debatte einzubringen. Er hob die Beteiligungsformate, die in der Stadt Plauen bereits etabliert hervor und signalisierte Offenheit und Unterstützung für weitere Bestrebungen junger Menschen sich zu engagieren.
Der Landrat Thomas Hennig stellte sich den Fragen zu den Auswirkungen der EU und berichtete über seine dienstlichen Verbindungen zu unserem direkten Nachbarland. Doch auch privat, so betonte er, habe er immer wieder mit Tschechien zu tun. Das Land, so Hennig, sei immer wieder eine Reise wert. Auch Steffen Zenner, Oberbürgermeister der Stadt Plauen, erklärte: "Ich kann noch etwas Russisch, überwiegend aber Englisch sprechen. Ich wünschte, wir hätten in der Schule damals Tschechisch gelernt."
Der tschechische Student Antonín Tran berichtete über die Beteiligung der Studierendenparlamente in Tschechiens Regionen. Ein starkes Beispiel dafür, wie verbindliche Strukturen echte Beteiligung ermöglichen können.
Vielleicht braucht es auch bei uns mehr als den guten Willen: etwa eine feste Stelle für Jugendbeteiligung – ähnlich wie in anderen Kommunen, die aktiv Kontakt zu jungen Menschen aufbaut, sie begleitet und Beteiligung verlässlich organisiert.
Der Vormittag hat gezeigt: Junge Stimmen sind da, Ideen auch. Jetzt geht es darum, ihnen dauerhaft Raum und Gewicht zu geben.
Wir bedanken uns bei allen Akteuren für die Teilnahme und aktive Unterstützung.

